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20.07.2021, 08.48

Gedanken zum 1. August

Der 1. August ist zwar kein religiöser Feiertag und doch wird er, weil er dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, da und dort sicher Thema in den Gottesdiensten sein.

Der Nationalfeiertag am 1. August will uns an die Worte in der Präambel erinnern, deren Anfänge bis in das Jahr 1291 zurückreichen. «Im Namen Gottes des Allmächtigen! … im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen…»

Die Anrufung Gottes sagt uns: kein Mensch kann mit seinem Handeln ethisch-moralische Letztinstanz sein. Die beiden grossen Philosophen der Aufklärung Kant und Rousseau weisen darauf hin, dass eine Gesellschaft sich letztlich an etwas Grösseres zurückbinden muss.

Die momentanen Sorgen um die Gesundheit aller Menschen hier im Lande, aber auch darüber hinaus, in der ganzen Welt, zeigen uns, dass wir neben allen technischen und medizinischen Errungenschaften, auch zurückgeworfen werden auf das, was Paulus im 2. Korintherbrief betont: „Weil wir eine Hoffnung haben, treten wir mit grossem Freimut auf.“ (2 Kor 3,12a)

Michèle Adam, Dr. theol. Pastoralraumleiterin