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09.07.2021, 09.14

Am 1. August 2000 haben Susanne und ich unsere Stellen in der Pfarrei Rotkreuz angetreten. Damals planten wir ca. zehn Jahre in der Pfarrei zu bleiben. So hatten wir dies zumindest mit Pfarrer Stefan Signer abgesprochen. Leider wurde nichts aus diesen zehn gemeinsamen Jahren, da Pfarrer Signer bereits 2004 gesundheitshalber von seinem Amt zurücktreten musste.
Im Zusammenhang mit der Neubesetzung der Leitungsstelle fragte mich dann das Bistum an, ob ich mir vorstellen könnte, die Pfarreileitung zu übernehmen. Eigentlich war dies von uns nicht so geplant, denn die Kinder waren noch sehr klein respektive noch nicht einmal auf der Welt.
Aber eben, wie hat schon Wilhelm Busch treffend gesagt: «Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt». Wir vereinbarten daher mit dem Bistum und dem Kirchenrat, dass ich im ersten Jahr die Leitung der Pfarrei interimistisch übernehmen sollte, damit ich einfacher das Amt zurückgeben könnte, falls die Belastung für die Familie und mich zu gross wäre. Diese war dann auch alles andere als klein, aber die Aufgabe erfüllte mich sehr, so dass ich nach einem Jahr zustimmte, aus der interimistischen Lösung eine definitive zu machen.
Unsere Kinder wuchsen in die Pfarrei hinein und übernahmen selbst die eine oder andere Aufgabe, sei es beim Weihnachtspiel, beim Sternsingen, am Palmsonntag oder beim Ministrieren.
Die Jahre gingen vorbei und wir feierten unser zehn- und fünfzehn- respektive im vergangenen Jahr unser zwanzigjähriges Dienstjubiläum. Im Rückblick sind diese Jahre sehr schnell vergangen und die Kinder sind erwachsen respektive wir etwas grauer geworden.
Dies hat das Bistum dazu bewogen, uns darauf hinzuweisen, dass es für uns nun an der Zeit sei, einen Wechsel ins Auge zu fassen, da es innerhalb des Bistums Basel üblich ist, dass Leitungspersonen alle 10 – 15 Jahren ihre Stelle wechseln. Mit einundzwanzig Jahren am selben Ort sind wir ein gutes Beispiel dafür, dass das Bistum, Gott sei Dank, diese Regel bei Familien flexibler handhabt. Dafür sind wir sehr dankbar! So sind aus den ursprünglich zehn Jahren mehr als doppelt so viele geworden.
Allen, die uns dabei unterstützt und begleitet haben, möchten wir von Herzen Danke sagen. Gruppen oder Personen namentlich aufzuzählen beinhaltet zum einen die Gefahr, jemanden zu vergessen und zum andern reicht der Platz im Pfarrei-
blatt dafür gar nicht aus. Im Gegensatz zu unseren Herzen, darin bewahren wir viele schöne Begegnungen mit zahlreichen Menschen aus dem Pastoralraum Zugersee Südwest auf. Es sind doch gerade diese Begegnungen, die das Leben lebenswert machen. Auch wenn wir nicht mehr innerhalb des Pastoralraums tätig sind, so freuen wir uns weiterhin auf die eine oder andere Begegnung, die sich bestimmt ergeben wird, da wir weiterhin in Rotkreuz wohnen werden.
In dem Sinn wünschen wir allen Gottes reichen Segen und viele gute Begegnungen.

Roger und Susanne

Der Abschiedsgottesdienst findet am Sonntag, 18. Juli 2021 um 10.15 Uhr in Rotkreuz statt. Sie sind alle herzlich zum Gottesdienst eingeladen.